Die Einsamkeit ist Rückhaltlos. Und doch ist sie eine Vertraute. Die in dunklen Stunden über die bleichen Knöchel streicht, um das Schlüsselbein mit kalten Küssen zu bedecken. Nur um die Sehnsucht des Herzens zu entfachen. Die Einsamkeit ist treu. Welch Ironie, das sich die Seelen in den Fänge ihrer Liebsten verirren und grade in ihnen einen Funken entdecken, der sie nicht mehr loslässt. Tollkühn stehen sie da und wagen einen Blick in die Tiefen der Schluchten. Erretter wollen sie sein und doch verlieren sie sich. Wie absurd es doch ist, das ein und die selben Worte, aus zwei Mündern kommen, und doch treffen sie nicht den Ton, der in der Vergangenheit das Feuer entfachte. Bis es niedergebrannt, eine Ruine hinterließ, in die die Einsamkeit zurückkehren konnte. Ist es nicht seltsam, das diese Worte ein  erstarren lassen, wo sie doch einmal das Herz zum schlagen brachten.
- Bitterkeit gedeiht im Schatten der Einsamkeit. Ungeniessbar wird der Mensch. Vergiss das nicht. 


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